Lebenslauf Vorlage Schweiz: Wie sieht ein Schweizer Lebenslauf aus?

Veröffentlicht: 20. Oktober 202611 Min. LesezeitFachlich geprüft von der Bewerbomat-Redaktion

Gezeichneter Lebenslauf mit Porträtfeld und Textzeilen, daneben Berge mit roter Sonne, ein Kuvert mit zwei Häkchen und eine Schweizer Fahne
Ein Blatt, ein Foto, klare Rubriken: der Schweizer Lebenslauf.

Ein Schweizer Lebenslauf ist anti-chronologisch aufgebaut: die neueste Station steht zuoberst. Er umfasst je nach Quelle ein bis drei A4-Seiten und enthält Personalien mit Foto, Berufserfahrung, Ausbildung, Sprachen und Kenntnisse. Er wird weder datiert noch unterschrieben und als PDF verschickt.

Wer eine Lebenslauf Vorlage Schweiz sucht, will meist zwei Dinge wissen: Was gehört hinein, und was darf draussen bleiben? Die Antwort ist wichtig, weil der Lebenslauf das Erste ist, was Personalverantwortliche lesen. Dieser Artikel stellt die Regeln der Schweizer Beratungsstellen nebeneinander, zeigt, wo sie sich unterscheiden, und gibt dir eine Vorlage zum Kopieren sowie Formulierungen für Lücken und Wechsel.

Wie sieht ein Lebenslauf in der Schweiz aus?

Ein Schweizer Lebenslauf ist ein knapper, übersichtlicher Überblick über deinen Werdegang. Er beginnt mit deinen Personalien und dem Foto, listet Berufserfahrung und Ausbildung rückwärts auf und endet mit Sprachen und Kenntnissen. Die Hochschule ZHAW schreibt, er werde «oft als Erstes und sehr schnell (teilweise in 10 bis 60 Sekunden) gesichtet».

Das vollständige Zitat aus der Anleitung der ZHAW Career Services lautet: «In der Schweiz ist der Lebenslauf (CV) das Herzstück deiner Bewerbung und wird von Personalverantwortlichen oft als Erstes und sehr schnell (teilweise in 10 bis 60 Sekunden) gesichtet.» Das Merkblatt der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons St. Gallen rechnet mit «höchstens 2 Minuten» für den Entscheid, ob eine Bewerbung in den Korb «A (interessant)», «B (Reserve)» oder «C (direkt absagen)» kommt. Das Motivationsschreiben werde meist erst nach dieser Sortierung gelesen.

Das Berufsinformationszentrum (BIZ) des Kantons Bern nennt den Lebenslauf in seinem Merkblatt M051 ein «Factsheet»: Er soll «auf einen Blick das Wesentliche zeigen».

Ein Lebenslauf mit Foto und Rubriken, daneben eine Zeitleiste mit drei Stationen und einem Pfeil nach unten
Neueste Station zuoberst: so liest die Personalabteilung deinen Lebenslauf.

Was gehört in einen Schweizer Lebenslauf?

In den Lebenslauf gehören Personalien, Berufserfahrung, Aus- und Weiterbildung, Sprachen und IT-Kenntnisse. Optional sind ein Kurzprofil von drei bis vier Sätzen, Hobbys und Referenzen. Jede Station nennst du mit Monat und Jahr, Funktion, Firma und Ort, dazu stichwortartig die wichtigsten Aufgaben und Erfolge.

Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung St. Gallen verlangt für Personalien: «Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum, Bürgerort/Nationalität, Zivilstand» und ein «professionelles Foto (Blick auf den/die Betrachter/in gerichtet)». Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) listet auf arbeit.swiss ähnlich auf: Titel, Personalien mit Foto, bisherige Berufserfahrung, Aus- und Weiterbildung, Sprachkenntnisse, besondere Kenntnisse, Interessen und Referenzen.

RubrikWas hineingehörtQuelle
KopfzeileName, Adresse, eine Telefonnummer, neutrale E-Mail-AdresseZHAW, BIZ Bern
PersonalienGeburtsdatum, Nationalität, bei Ausländerinnen und Ausländern die Bewilligung (B oder C)ZHAW, berufsberatung.ch
FotoAktuell, professionell, kein Selfieberufsberatung.ch, ZHAW, BIZ Bern
Kurzprofil3 bis 4 Sätze, optionalZHAW
BerufserfahrungMonat/Jahr, Funktion, Firma, Ort, StichworteZHAW, St. Gallen
AusbildungAbschluss, Institution, Ort, Monat/JahrZHAW, St. Gallen
SprachenMuttersprache zuerst, Niveau nach A1 bis C2ZHAW, St. Gallen
Hobbys2 bis 3 konkrete Angaben, nur wenn sinnvollZHAW, BIZ Bern

Die Arbeitszeugnisse gehören nicht in den Lebenslauf, sondern in den Anhang. Die ZHAW schreibt: «In der Schweiz haben Arbeitszeugnisse einen extrem hohen Stellenwert. Sie gehören zwingend in den Anhang der Bewerbung.» Das BIZ Bern ergänzt die Reihenfolge: das aktuellste Zeugnis zuerst, dann rückwärts.

Wie lang darf der Lebenslauf sein?

Die Quellen sind sich nicht ganz einig: Die ZHAW rechnet mit einer bis zwei Seiten, das BIZ Bern mit zwei bis drei, arbeit.swiss mit höchstens drei. Als Faustregel gilt: so kurz wie möglich, so ausführlich wie nötig. Wer wenig Berufserfahrung hat, bleibt bei einer Seite, wer viel hat, bei zwei.

Konkret sagt die ZHAW: «In der Regel sollte der CV 1 bis 2 Seiten umfassen.» Drei Seiten seien nur bei sehr viel Erfahrung oder akademischer Laufbahn akzeptabel. Das BIZ Bern nennt in der Checkliste «2-3 A4-Seiten (je nach Erfahrung: so kurz wie möglich, so ausführlich wie nötig)». Und arbeit.swiss schreibt: «A CV should be no longer than three pages.»

FrageZHAW Career ServicesBIZ Kanton BernSt. Gallen / arbeit.swiss
Länge1 bis 2 Seiten, bis 3 bei Doktorierenden2 bis 3 A4-Seitenarbeit.swiss: höchstens 3 Seiten
Titelnicht geregeltName und Beruf statt «Lebenslauf»arbeit.swiss: Titel «CV»
ReferenzenRubrik mit «Auf Anfrage»«auf Anfrage» im InterviewSt. Gallen: nichts Überflüssiges erwähnen, z. B. «auf Anfrage»
Lücke ausweisen abmehr als 2 Monaten3 Monatenarbeit.swiss: Lebenslauf ohne Lücken

Heisst das, einer der Ratgeber hat unrecht? Nein. Die Regeln sind Konventionen, keine Gesetze. Das BIZ Bern schreibt selbst: «Das perfekte Dossier gibt es nicht!» Frag im Zweifel bei der Firma nach oder halte dich an die Mitte: zwei saubere Seiten.

Muss ein Foto in den Lebenslauf?

Rechtlich ist das Foto freiwillig, in der Schweiz aber üblich. Die ZHAW schreibt: «Obwohl rechtlich keine Pflicht, ist ein Foto in der Schweiz sehr üblich und wird erwartet.» Es soll aktuell und professionell sein, mit freundlichem Ausdruck. Selfies, Freizeit- und Automatenbilder lässt du weg.

berufsberatung.ch, das Portal des Schweizerischen Dienstleistungszentrums Berufsbildung (SDBB), verlangt «ein aktuelles Farbfoto mit neutralem Hintergrund» und schreibt klar: «Verwende kein Selfie.» Das BIZ Bern nennt vier Kriterien: aktuell und professionell mit hoher Auflösung, zur Branche passend, authentisch (KI und Bildbearbeitung sparsam) und mit freundlichem Gesichtsausdruck. Platzieren kannst du das Foto auf dem Lebenslauf, dem Kurzprofil oder dem Deckblatt.

Die ZHAW erwähnt zudem, laut Umfragen bevorzugten «4 von 5 Personalern» Bewerbungen mit Foto. Eine Quelle für die Umfrage nennt das Merkblatt nicht, nimm die Zahl also als Richtwert. Das BIZ Bern weist darauf hin, dass gewisse Firmen heute auf Bewerbungsbrief, Foto oder Zeugnisse verzichten. Lies deshalb das Inserat: Verlangt es kein Foto, ist es kein Fehler, keines beizulegen.

Was schreibe ich zu Zivilstand, Nationalität und Bewilligung?

Geburtsdatum und Nationalität gehören in der Schweiz üblicherweise in den Lebenslauf, bei Ausländerinnen und Ausländern auch die Bewilligung (B oder C). Zivilstand und Kinder sind optional. Du entscheidest, was du angibst, und der Arbeitgeber darf nur Daten bearbeiten, die zur Eignung für die Stelle gehören.

Die ZHAW schreibt zum Zivilstand: «Diese Angabe ist optional, aber in der Schweiz immer noch verbreitet.» Das BIZ Bern formuliert: Hinweise zu Familie oder Herkunft seien «freiwillig, falls sie nicht für die Stelle relevant sind». Es rät aber, zu bedenken, dass gewisse Themen später «im Vorstellungsgespräch oder bei Vertragsabschluss zur Sprache kommen (bzgl. Arbeitserlaubnis, Diplomanerkennung, Familienzulagen)».

Der Rahmen dahinter ist Art. 328b des Obligationenrechts (OR). Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) fasst ihn so zusammen: «Nach Artikel 328b ist nur die Bearbeitung von Personendaten zulässig, die die Eignung der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers für das Arbeitsverhältnis betreffen oder zur Durchführung des Arbeitsvertrages erforderlich sind.»

Wie gehst du mit Lücken im Lebenslauf um?

Weise Lücken aus und benenne sie sachlich, statt sie zu verstecken. Das BIZ Bern empfiehlt das ab drei Monaten ohne Anstellung oder Ausbildung, die ZHAW ab mehr als zwei Monaten. Nenne, was du in dieser Zeit getan hast, etwa Kurse, Familienzeit, Reisen oder Stellensuche, und bleib bei der Wahrheit.

Das BIZ Bern schreibt: «Nicht ganz lineare Lebensläufe mit einzelnen Lücken sind heute normal. Sie müssen diese weder entschuldigen noch verstecken.» Und weiter: «bleiben Sie bei der Wahrheit!», denn Interviewende könnten nachfragen. Die ZHAW rät, passive Begriffe wie «arbeitslos» zu vermeiden. Ihre Formulierungsbeispiele sind etwa «Aktive Arbeitssuche & berufliche Neuorientierung, dabei Fortbildung im Bereich [Fachbereich]» oder «Berufliche Auszeit zur Pflege eines Angehörigen». Zu Krankheit gilt laut ZHAW: «Deine Diagnose ist Privatsache und gehört nicht in den Lebenslauf.»

Bist du beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) angemeldet, ist «Stellensuche, angemeldet beim RAV» eine ehrliche und neutrale Angabe für diesen Zeitraum.

Muster: Lebenslauf Vorlage Schweiz zum Kopieren

Die Vorlage unten folgt den Elementen aus den Merkblättern von BIZ Bern, ZHAW und berufsberatung.ch. Ersetze alles in eckigen Klammern. Kürze, was für die Stelle nichts beiträgt: Laut BIZ Bern kannst du weit zurückliegende Jobs und kurze Kurse zusammenfassen oder ganz weglassen, wenn sie für dein Gegenüber keinen Mehrwert haben.

Muster: Lebenslauf für die Schweiz

[Vorname Nachname]
[Berufsbezeichnung, z. B. Fachfrau Betreuung EFZ / Projektleiter Marketing]
[Strasse Nr.] · [PLZ Ort] · [Telefonnummer] · [vorname.nachname@mail.ch]

[Kurzprofil, 3 bis 4 Sätze: Beruf und Jahre Erfahrung, wichtigste Stärken, Branche, passend zur Stelle]

[TT.MM.JJJJ]                         [Foto]
[Nationalität], [Bewilligung B/C, falls Ausländer/in]
[Zivilstand, Kinder: optional]

Berufserfahrung

[MM.JJJJ] – heute      [Funktion], [Pensum in %]
                       [Firma], [Ort]
                       - [Hauptaufgabe, konkret]
                       - [Projekt oder Verantwortung]
                       - [Erfolg mit Zahl, nur wenn belegbar]

[MM.JJJJ] – [MM.JJJJ]  [Funktion]
                       [Firma], [Ort]
                       - [Hauptaufgabe]
                       - [Erfolg oder Erlerntes]

[MM.JJJJ] – [MM.JJJJ]  [Lücke benennen, z. B. Familienzeit / Sprachaufenthalt in [Land] / Stellensuche und Weiterbildung]

Aus- und Weiterbildung

[MM.JJJJ] – [MM.JJJJ]  [Abschluss, z. B. EFZ, HF, Bachelor], [Institution], [Ort]
[MM.JJJJ]              [Weiterbildung oder Kurs], [Anbieter], [Ort]

Sprachen

[Muttersprache]        Muttersprache
[Sprache]              [Niveau A1 bis C2, z. B. Englisch C1]

Kenntnisse

IT                     [Programme, mit Niveau]
Führerausweis          [Kategorie, falls nötig]

Interessen

[2 bis 3 konkrete Hobbys, z. B. Klavierspielen im Verein]

Referenzen             Auf Anfrage

Die Vorlage hat bewusst keine Unterschrift und kein Datum: Das BIZ Bern hält fest, in der Schweiz werde der Lebenslauf «weder datiert noch unterschrieben». Die ZHAW ergänzt, das scharfe S werde in der Schweiz nicht verwendet, man schreibe immer «ss». Titel: berufsberatung.ch empfiehlt für Lehrstellenbewerbungen schlicht «Lebenslauf». Das BIZ Bern rät Erwachsenen, stattdessen Name und Beruf als Überschrift zu nutzen. Beides ist üblich.

Wie schreibst du den Lebenslauf für Bewerbungssoftware (ATS)?

Viele grössere Firmen sortieren Bewerbungen zuerst mit einem Bewerbermanagementsystem (Applicant Tracking System, ATS). Das System liest den Lebenslauf maschinell aus. Verwende deshalb ein schlichtes Layout, übliche Rubriktitel, Schlüsselwörter aus dem Inserat und speichere die Datei als PDF.

Die ZHAW warnt: «Vermeide zu komplexe Grafiken, da diese von automatischen Bewerbermanagementsystemen (ATS) oft nicht gelesen werden können.» Das BIZ Bern ergänzt: «Am Ende entscheidet ein Mensch.» Der Lebenslauf soll also beides schaffen, maschinenlesbar und überzeugend sein. Konkret nennt das BIZ Bern: berufsrelevante Schlüsselwörter des Inserats übernehmen, eindeutige Bezeichnungen und Zahlen verwenden, keine firmenspezifischen Abkürzungen, kein «Keyword Stuffing».

Layout-Regeln aus der BIZ-Checkliste: gut leserliche Schrift wie Calibri, Tahoma oder Verdana, höchstens zwei bis drei Schriftgrössen zwischen 10 und 12 Punkt und höchstens zwei bis drei Schriftarten oder Auszeichnungen.

In 7 Schritten zu deinem Schweizer Lebenslauf

So gehst du vor, wenn du bei null anfängst oder deinen Lebenslauf überarbeitest:

  1. Master-Lebenslauf anlegen: Alle Stationen, Kurse und Projekte in einem ausführlichen Dokument sammeln. Daraus kürzt du für jede Stelle.
  2. Inserat auswerten: Muss- und Kann-Anforderungen markieren und Schlüsselwörter notieren.
  3. Personalien und Foto vorbereiten: Geburtsdatum, Nationalität, Bewilligung; ein aktuelles, professionelles Foto einfügen.
  4. Berufserfahrung rückwärts auflisten: Monat/Jahr, Funktion, Firma, Ort, dazu 3 bis 5 Stichworte pro Station, bei neueren Stellen ausführlicher.
  5. Ausbildung, Sprachen und Kenntnisse ergänzen: Muttersprache zuerst, Sprachniveau nach A1 bis C2, IT-Kenntnisse mit Niveau.
  6. Lücken benennen: Zeiträume ab zwei bis drei Monaten mit einer ehrlichen, aktiven Formulierung füllen.
  7. Prüfen und als PDF speichern: Rechtschreibung (Schweizer ss), Länge, einheitliche Schrift; Dateiname wie «Lebenslauf_Vorname_Nachname.pdf», Probeversand an dich selbst.

Den Dateinamen und das PDF-Format nennt die ZHAW, arbeit.swiss rät ebenfalls: «Save and send your application documents as PDF files.» Der Probeversand stammt vom Kanton St. Gallen: Beim Versand per Mail schickst du den Lebenslauf zuerst an dich selbst und prüfst das Layout.

Was gehört zum Lebenslauf dazu: Anschreiben und Dossier?

Zum Lebenslauf gehören die Arbeitszeugnisse und Diplome als Anhang, meist auch ein Anschreiben. Das BIZ Bern hält fest, ein Bewerbungsbrief sei «nicht immer gefragt, kann aber hilfreich sein», etwa bei viel Konkurrenz. Lebenslauf und Brief sollen inhaltlich aufeinander und auf das Inserat abgestimmt sein.

Für das passende Anschreiben zu jeder Stelle nimmst du den Bewerbungsgenerator von Bewerbomat: Er schreibt aus deinem echten Profil für jedes Inserat einen eigenen Entwurf, ohne erfundene Fähigkeiten. Du prüfst und versendest ihn selbst, und die erste Bewerbung ist gratis. Wenn du statt eines Lebenslaufs für Erwachsene einen für die Lehrstelle brauchst, findest du die Besonderheiten im Artikel Bewerbung für eine Lehrstelle schreiben. Schnupperlehre statt Lehrstelle? Dann hilft dir die Schnuppertag Bewerbung.

FAQ

Wie lang ist ein Schweizer Lebenslauf?

Meist ein bis drei A4-Seiten. Die ZHAW rechnet mit ein bis zwei Seiten, das BIZ Bern mit zwei bis drei, arbeit.swiss mit höchstens drei. Wer wenig Erfahrung hat, bleibt bei einer Seite.

Muss ich in der Schweiz ein Foto in den Lebenslauf setzen?

Nein, es ist rechtlich nicht vorgeschrieben, aber üblich. Die ZHAW schreibt, es werde «erwartet». Verlangt ein Inserat kein Foto, kannst du darauf verzichten. Wenn du eines verwendest, dann professionell und aktuell, kein Selfie.

Muss ich Zivilstand und Kinder angeben?

Nein. Die Angabe ist laut ZHAW optional, aber verbreitet. Das BIZ Bern nennt Hinweise zu Familie oder Herkunft freiwillig, soweit sie für die Stelle nicht relevant sind.

Gehört die Aufenthaltsbewilligung in den Lebenslauf?

Ja, bei Ausländerinnen und Ausländern ist sie üblich. berufsberatung.ch schreibt: «Wenn du Ausländerin oder Ausländer bist, gib deine Aufenthaltsbewilligung an, zum Beispiel Ausweis C oder B.»

Muss ich den Lebenslauf unterschreiben oder datieren?

Nein. Das BIZ Bern schreibt: «In der Schweiz wird der Lebenslauf weder datiert noch unterschrieben.» Die ZHAW sagt dasselbe zur Unterschrift.

Wie schreibe ich Referenzen in den Lebenslauf?

Die ZHAW rät zur Rubrik «Referenzen» mit «Auf Anfrage», das BIZ Bern ebenfalls im Interview. Der Kanton St. Gallen findet das überflüssig. Nennst du Namen, frag die Personen vorher, wie berufsberatung.ch rät.

Welche Sprache und Schreibweise gilt?

Schweizer Rechtschreibung: immer «ss», nie das scharfe S. Die ZHAW schreibt: «Schreibe stattdessen immer "ss"». Sprachkenntnisse gibst du idealerweise nach dem Europäischen Referenzrahmen (A1 bis C2) an, die Muttersprache zuerst.

Wo finde ich eine kostenlose Vorlage?

berufsberatung.ch bietet eine ausfüllbare DOCX-Vorlage und drei PDF-Beispiele, allerdings für Lehrstellen. Das BIZ Bern warnt, Vorlagen nicht 1:1 zu übernehmen, und weist auf Kosten hin: Bei manchen Anbietern ist die Registrierung gratis, das Herunterladen aber kostenpflichtig.

Dein nächster Schritt

Kopiere die Vorlage oben, fülle sie einmal vollständig aus und kürze sie dann pro Stelle. Zu jedem Lebenslauf braucht es ein passendes Anschreiben: Wenn du dir das Anschreiben lieber abnehmen lässt, vergleicht der Artikel Bewerbung schreiben lassen in der Schweiz Preise und Anbieter. Weitere Antworten findest du im Wissen von Bewerbomat.

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Quellen

  1. berufsberatung.ch (SDBB): Lebenslauf erstellen (2026)
  2. Kanton Bern, BIZ: Merkblatt M051 «Tipps für das Bewerbungsdossier» (08.2025) (2025)
  3. Kanton St. Gallen, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung: Tipps zum Lebenslauf (2026) (2026)
  4. ZHAW Career Services: Anleitung Bewerbungsunterlagen (2026)
  5. arbeit.swiss (SECO): Tips on applying for jobs (2026)
  6. Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB): Datenbearbeitung durch den Arbeitgeber (2026)

Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung. Preise und Regeln können sich ändern; massgebend sind die Angaben der jeweiligen Anbieter und Behörden.

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