Was gehört in eine Bewerbung? Das vollständige Dossier in der Schweiz

In eine Bewerbung in der Schweiz gehören ein persönliches Bewerbungsschreiben, ein tabellarischer Lebenslauf und die Zeugnisse und Diplome, die zur Stelle passen. Die Unterlagen schickst du in dieser Reihenfolge, meist als eine einzige PDF-Datei. Das Schreiben passt auf eine A4-Seite, der Lebenslauf umfasst ein bis zwei Seiten.
Wer sich zum ersten Mal bewirbt oder nach Jahren wieder, fragt sich schnell: Was gehört in eine Bewerbung und was lasse ich besser weg? Eine unvollständige Mappe wird oft aussortiert, eine überladene auch. Dieser Artikel zeigt, welche Unterlagen die Schweizer Berufsberatungen für das Dossier verlangen, in welcher Reihenfolge du sie schickst, was freiwillig ist und was Arbeitgeber nicht von dir verlangen dürfen. Dazu bekommst du ein E-Mail-Muster und eine Checkliste zum Kopieren.
Was gehört in eine Bewerbung in der Schweiz?
Zu einer vollständigen Bewerbung gehören drei Teile: das Bewerbungsschreiben, der Lebenslauf und die Beilagen, also Arbeitszeugnisse sowie Diplome und Abschlüsse. Das Portal berufsberatung.ch, betrieben vom Schweizerischen Dienstleistungszentrum Berufsbildung (SDBB), nennt genau diese drei Bausteine als klassisches Bewerbungsdossier.
Auf berufsberatung.ch heisst es: «Ein klassisches Bewerbungsdossier enthält folgende Unterlagen:» Danach folgen das Bewerbungs- oder Motivationsschreiben, der Lebenslauf sowie Arbeitszeugnisse und Ausbildungsabschlüsse. Die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung des Kantons St. Gallen schreibt im Infoblatt «Bewerbungsdossier» (2025): «Zum Bewerbungsdossier gehören immer das Bewerbungsschreiben (Bewerbungsbrief) und alle stellenrelevanten Unterlagen.»
Das BIZ Graubünden (September 2025) zählt zusätzlich Referenzen auf: Zum Dossier gehören «in der Regel das Bewerbungsschreiben, der Lebenslauf, Arbeits- und Schulzeugnisse sowie allfällige Referenzen». Das Wort «allfällig» ist wichtig: Referenzen sind kein Pflichtteil, sondern eine Option.
Eine Einschränkung nennt berufsberatung.ch gleich selbst: «Je nach Branche und Unternehmen können auch andere Formate und Inhalte einer Bewerbung üblich oder gewünscht sein.» Das Stelleninserat geht deshalb immer vor. Steht dort «Bewerbung mit Foto» oder «inklusive Portfolio», dann gilt das.

Welche Unterlagen gehören in welcher Reihenfolge ins Dossier?
Die Reihenfolge ist: optional ein Deckblatt, dann das Bewerbungsschreiben, dann der Lebenslauf, zuletzt die Beilagen mit den neuesten Arbeitszeugnissen zuerst. Wer die Unterlagen elektronisch schickt, fasst sie möglichst in einer PDF-Datei zusammen. So liest die Empfängerin oder der Empfänger alles in einem Zug.
berufsberatung.ch rät: «Stellen Sie sicher, dass Sie die Unterlagen in der richtigen Reihenfolge und möglichst in einer PDF-Datei hochladen.» Nach der Beschreibung auf arbeit.swiss, dem Portal des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), werden Arbeitszeugnisse in der Reihenfolge des Datums sortiert, das aktuellste zuerst, und alle Dokumente in einer PDF-Datei zusammengefasst. Dasselbe gilt dort für Diplome und Zertifikate.
| Position | Unterlage | Umfang | Pflicht? |
|---|---|---|---|
| 1 | Deckblatt mit Namen, Adresse und Porträtfoto | 1 Seite | Freiwillig |
| 2 | Bewerbungsschreiben (Motivationsschreiben) | Möglichst 1 A4-Seite | Ja |
| 3 | Tabellarischer Lebenslauf | 1 bis 2 Seiten, teils bis 3 | Ja |
| 4 | Arbeitszeugnisse, neustes zuerst | Alle, die zum Lebenslauf passen | Ja, soweit vorhanden |
| 5 | Diplome, Abschlüsse, Weiterbildungsnachweise | Die für die Stelle wichtigen | Ja, mindestens der höchste Abschluss |
| 6 | Referenzen | Namen mit Telefonnummer | Nur auf Verlangen |
Die Längen stammen aus den kantonalen Merkblättern und weichen leicht ab. St. Gallen schreibt, der Lebenslauf sei «maximal zweiseitig», das BIZ Graubünden nennt «eins bis zwei Seiten» und «teilweise bis zu drei Seiten». arbeit.swiss spricht von höchstens drei Seiten. Zwei Seiten sind der sichere Mittelwert.
Wie du den Lebenslauf selbst aufbaust, mit Foto, Zivilstand und Lücken, steht im Artikel Lebenslauf Vorlage Schweiz.
Was gehört ins Bewerbungsschreiben?
Das Bewerbungsschreiben beantwortet eine Frage: Warum bist du die richtige Person für genau diese Stelle? Es hat eine Einleitung mit Bezug zum Inserat, einen Hauptteil mit Interesse und Kernkompetenzen und einen Schluss mit dem Wunsch nach einem Gespräch. Es passt auf eine A4-Seite.
Das BIZ Graubünden gliedert den Brief in drei Teile: Einleitung («Wie und wann haben Sie von der Stelle erfahren?»), Hauptteil («Ihr Interesse, Ihre Kernkompetenzen und Besonderheiten») und Schlusssatz, in dem du deinen Wunsch äusserst, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Wichtig ist der Hinweis: «Verfassen Sie für jedes Stelleninserat einen individuellen Brief.» Auch St. Gallen warnt: «Eine als Massenversand erkennbare Einheitsbewerbung wird keinen Erfolg bringen.»
Diese Angaben gehören in den Brief:
- Absender und Empfänger mit vollständiger Adresse
- Ort und aktuelles Datum
- Betreffzeile mit der Stellenbezeichnung
- Anrede, wenn möglich mit dem Namen der Ansprechperson
- Einleitung: wo und wann du die Stelle gefunden hast
- Hauptteil: zwei, drei Fähigkeiten, die das Inserat verlangt, mit je einem Beleg aus deiner Praxis
- Schluss: Wunsch nach einem Gespräch, Grussformel, Unterschrift
St. Gallen erinnert an zwei Kleinigkeiten, die oft vergessen gehen: «Vergessen Sie das aktuelle Datum und Ihre Unterschrift nicht.» Und das BIZ Graubünden rät: «Personalisieren Sie KI-Texte, anstatt diese 1:1 zu übernehmen.»
Jedes Schreiben lebt von deinen eigenen Belegen. Wenn du für jede Stelle einen eigenen Entwurf aus deinem Profil möchtest, hilft dir der Bewerbungsgenerator von Bewerbomat. Du prüfst jeden Entwurf und verschickst ihn selbst.
Welche Beilagen musst du mitschicken?
Du schickst alle Arbeitszeugnisse mit, die zu den Stationen in deinem Lebenslauf passen, und die Abschlüsse und Diplome, die für die Stelle wichtig sind. Der höchste Ausbildungsabschluss ist immer dabei. Schick Kopien, nie Originale. Bei vielen kurzen Anstellungen reichen die Zeugnisse der letzten Jahre.
St. Gallen begründet es deutlich: «Fehlende Arbeitszeugnisse wecken den Verdacht, dass Sie etwas zu verbergen haben.» Gleichzeitig gibt das Infoblatt eine Erleichterung: «Bei vielen wechselnden Arbeitsverhältnissen beschränken Sie sich auf die letzten Jahre.» Du solltest aber bereit sein, ältere Zeugnisse auf Verlangen nachzureichen. Zu den Abschlüssen gilt: «Der höchste Ausbildungsabschluss muss immer dokumentiert sein.»
Das BIZ Graubünden ergänzt: «Denken Sie daran, dass Sie Kopien von den Zeugnissen abgeben, anstelle der Originaldokumente.» Bei ausländischen Diplomen sendest du, falls vorhanden, die entsprechenden Anerkennungen mit.
| Beilage | Wann mitschicken | Hinweis |
|---|---|---|
| Arbeitszeugnisse | Immer, passend zum Lebenslauf | Neustes zuerst, bei vielen Stellen nur die letzten Jahre |
| Zwischenzeugnis | Wenn das Zeugnis der aktuellen Stelle fehlt | Beim Arbeitgeber früh anfragen |
| Berufs- und Studienabschluss | Der höchste immer, weitere nach Relevanz | Im Lebenslauf ebenfalls nennen |
| Weiterbildungszeugnisse | Wenn sie zur Stelle passen | Zeigen Entwicklung und Interesse |
| Schulzeugnisse | Bei Berufseinstieg oder auf Verlangen | Bei Lehrstellen oft Pflicht |
| Schnupperbericht | Nur bei Lehrstellenbewerbung | Siehe Bewerbung für eine Lehrstelle schreiben |
| Referenzliste | Nur auf Verlangen | Personen vorher fragen |
Gehören Referenzen und Foto ins Dossier?
Referenzen gehören nicht in den Lebenslauf. Du nennst sie auf Verlangen oder bringst sie zum Vorstellungsgespräch mit. Ein Foto ist in der Schweiz üblich, aber nicht vorgeschrieben. Wenn du eines verwendest, dann ein aktuelles, professionelles Bild, entweder auf dem Deckblatt oder im Lebenslauf.
St. Gallen schreibt: «Referenzangaben sind kein Bestandteil des Lebenslaufs. Sie werden nur auf Verlangen bekanntgegeben oder zum Vorstellungsgespräch mitgebracht.» berufsberatung.ch rät im Lebenslauf-Ratgeber für Auskunftspersonen: «Frage diese Personen vorher, ob sie einverstanden sind.» Das BIZ Graubünden hält dazu fest: «Das Einverständnis der Referenzpersonen vorher einholen.»
Zum Foto sind die Kantone unterschiedlich konkret. St. Gallen nennt ein Porträtfoto auf dem Deckblatt oder, ohne Deckblatt, «oben rechts auf den Lebenslauf, im Format von ca. 4 x 6 cm». Graubünden empfiehlt ein «professionelles Bewerbungsfoto im Lebenslauf oder auf dem Deckblatt». berufsberatung.ch sagt zum Bild im Lebenslauf: «Verwende ein aktuelles Farbfoto mit neutralem Hintergrund» und «Verwende kein Selfie.»
Für Geburtsdatum, Nationalität, Zivilstand und Aufenthaltsbewilligung gilt: Nur die Kontaktangaben sind zwingend. Das BIZ Graubünden führt Nationalität und Heimatort beziehungsweise Aufenthaltsbewilligung sowie Zivilstand und Kinder ausdrücklich als «freiwillig» auf.
Was darf ein Arbeitgeber von dir nicht verlangen?
Ein Arbeitgeber darf in der Bewerbung nur nach Angaben fragen, die für die Stelle relevant sind. Das ergibt sich aus Art. 328b des Obligationenrechts (OR), den der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) so zusammenfasst. Fragen zur Gesundheit sind in der Bewerbungsphase grundsätzlich tabu.
Der EDÖB hält fest: «Der Arbeitgeber darf sich nicht selbst über die Gesundheit von Bewerberinnen oder Bewerbern erkundigen.» Auch zu Betreibungs- und Strafregisterauszügen gelten Einschränkungen: Arbeitgeber dürfen sie nicht pauschal verlangen. Und für deine Unterlagen gilt: «Die Daten sind zu vernichten, sobald sie nicht mehr benötigt werden.»
Das heisst für dich: Du musst im Dossier keine Diagnosen nennen. St. Gallen rät, gesundheitliche Einschränkungen, die dich in der neuen Tätigkeit behindern könnten, nicht zu verschweigen, aber nicht schon in der Bewerbung zu erklären. Das Vorstellungsgespräch biete «den besseren Rahmen, um darüber zu sprechen».
Wie schickst du das Dossier per E-Mail oder Online-Formular?
Heute reichst du Bewerbungen fast immer digital ein, per E-Mail oder über das Online-Formular der Firma. Wie, steht in der Regel im Inserat. Bei der E-Mail gehören ein aussagekräftiger Betreff, ein kurzer Text mit Signatur und die Unterlagen als PDF-Anhang dazu.
berufsberatung.ch schreibt: «Bewerbungen werden heute in den meisten Fällen digital eingereicht.» St. Gallen ergänzt: «Grundsätzlich werden heute Bewerbungen per E-Mail oder über eine Onlineplattform eingereicht. In der Regel wird im Stelleninserat erwähnt, wie die Bewerbung eingereicht werden soll.»
Die Checkliste des BIZ Graubünden für den E-Mail-Versand nennt konkrete Grenzen:
- Maximal 3 Anhänge, sinnvoll gruppiert
- Dateigrösse: höchstens 2 bis 3 MB pro Anhang
- Ungezippt verschicken
- Dateinamen mit Aussage, zum Beispiel Lebenslauf_VornameNachname
- Persönliche Adresse an die Ansprechperson, keine info@-Adresse
- Test-Mail an die eigene Adresse
- Keine Empfangsbestätigung verlangen
Beim Absender zählt die Wahl der Adresse: Verwende «eine seriöse Adresse, die Ihren Namen enthält», nie das Konto des aktuellen Arbeitgebers, wie St. Gallen warnt.
Muster: E-Mail zur Bewerbung
Betreff: Bewerbung als [Stellenbezeichnung, Pensum] – [Vorname Nachname] Sehr geehrte Frau [Nachname] [oder: Sehr geehrte Damen und Herren] Auf [Plattform / Webseite] habe ich Ihr Inserat für die Stelle als [Stellenbezeichnung] gefunden. Anbei erhalten Sie meine Bewerbung als PDF: - Bewerbungsschreiben - Lebenslauf - Arbeitszeugnisse und Diplome [Ein Satz, der zeigt, warum du genau zu dieser Stelle passt, z. B.: Mit meiner Erfahrung in [Bereich] bringe ich genau das mit, was Sie für [Aufgabe aus dem Inserat] suchen.] Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch. Freundliche Grüsse [Vorname Nachname] [Strasse Nr.], [PLZ Ort] [Telefonnummer] [E-Mail-Adresse]
Checkliste: Ist mein Dossier vollständig?
[ ] Stelleninserat nochmals gelesen: Sind Foto, Portfolio oder Lohnvorstellung verlangt? [ ] Anforderungen zu ca. 75% erfüllt? Dann lohnt sich die Bewerbung. [ ] Bewerbungsschreiben: höchstens 1 A4-Seite, mit Datum und Unterschrift [ ] Bewerbungsschreiben: Name der Firma und der Stelle ohne Tippfehler [ ] Lebenslauf: aktuellste Station zuoberst, 1 bis 2 Seiten [ ] Arbeitszeugnisse: neustes zuerst, passend zum Lebenslauf [ ] Höchster Abschluss und stellenrelevante Diplome beigelegt [ ] Referenzpersonen gefragt und bereit [ ] Alles als eine PDF-Datei oder höchstens 3 Anhänge, je unter 2 bis 3 MB [ ] Dateiname: [Vorname_Nachname_Bewerbung].pdf [ ] Test-Mail an mich selbst geschickt [ ] Von einer Vertrauensperson gegenlesen lassen
Lohnt es sich, sich auf jede Stelle zu bewerben?
Nein. Bewirb dich dort, wo du den grössten Teil der Anforderungen erfüllst. St. Gallen nennt als Faustregel: «Erfüllen Sie die Anforderungen zu ca. 75%, dann lohnt sich das Schreiben einer Bewerbung.» Dafür steckst du in jede Bewerbung mehr Zeit, statt vielen Stellen dasselbe Schreiben zu schicken.
Damit das trotzdem schnell geht, trennst du Dauerhaftes von Individuellem. Lebenslauf, Zeugnisse und Diplome sind einmal vorbereitet und als PDF gespeichert. Pro Stelle änderst du nur das Bewerbungsschreiben und den Betreff. Wer viele Bewerbungen schreiben muss, zum Beispiel wegen der Arbeitsbemühungen beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV), spart damit am meisten Zeit.
Wenn du Hilfe beim Schreiben willst, findest du im Artikel Bewerbung schreiben lassen in der Schweiz einen Überblick über Anbieter und Preise in Franken. Mit dem Bewerbomat schreibst du für jede Stelle ein eigenes Anschreiben, die erste Bewerbung ist gratis.
In 6 Schritten zum vollständigen Dossier
So stellst du das Dossier einmal sauber zusammen und passt es danach pro Stelle an.
- Inserat lesen: Prüfe, was verlangt ist (Foto, Zeugnisse, Portfolio, Einreichungsweg), und ob du die Anforderungen grösstenteils erfüllst.
- Lebenslauf aktualisieren: Aktuellste Station zuoberst, Daten mit Monat und Jahr, höchstens zwei Seiten.
- Zeugnisse und Diplome sammeln: Arbeitszeugnisse, höchsten Abschluss und stellenrelevante Weiterbildungen als Scan oder PDF bereitlegen.
- Bewerbungsschreiben verfassen: Einleitung mit Bezug zum Inserat, Hauptteil mit Belegen, Schluss mit Gesprächswunsch. Auf eine A4-Seite beschränken.
- Dossier zusammenstellen: Reihenfolge Deckblatt, Schreiben, Lebenslauf, Beilagen. Als eine PDF-Datei mit sprechendem Namen speichern.
- Prüfen und senden: Test-Mail an dich selbst, Gegenlesen lassen, dann an die Ansprechperson mit seriöser Absenderadresse schicken.
FAQ
Was gehört in eine Bewerbung für eine Stelle in der Schweiz?
Ein Bewerbungsschreiben, ein tabellarischer Lebenslauf sowie Arbeitszeugnisse und Ausbildungsabschlüsse. berufsberatung.ch nennt genau diese Unterlagen als klassisches Bewerbungsdossier. Referenzen und ein Deckblatt sind optional.
Wie viele Seiten darf eine Bewerbung haben?
Das Bewerbungsschreiben möglichst eine A4-Seite, der Lebenslauf ein bis zwei Seiten. Die kantonalen Merkblätter nennen teils bis zu drei Seiten für den Lebenslauf. Die Beilagen kommen dazu und zählen nicht mit.
Muss ich alle Arbeitszeugnisse mitschicken?
Du schickst die Zeugnisse mit, die zu den Stationen im Lebenslauf passen. Bei vielen kurzen Stellen reichen laut St. Gallen die der letzten Jahre. Ältere legst du auf Verlangen nach.
Gehört ein Foto in die Bewerbung?
In der Schweiz ist es üblich, aber meist nicht vorgeschrieben. Wenn du eines verwendest, nimm ein aktuelles, professionelles Bild mit neutralem Hintergrund, auf dem Deckblatt oder im Lebenslauf. Ein Selfie ist keine gute Wahl.
Muss ich Zivilstand und Nationalität angeben?
Nein. Das BIZ Graubünden führt beides als freiwillig auf. Wichtig sind Name, Adresse, Telefon und E-Mail. Eine Bewilligung nennst du, wenn sie für die Stelle relevant ist.
Soll ich Originale oder Kopien schicken?
Immer Kopien. Das BIZ Graubünden rät, Kopien der Zeugnisse abzugeben, statt der Originaldokumente. Originale bringst du allenfalls zum Gespräch mit.
Eine PDF-Datei oder mehrere Anhänge?
Beides ist möglich. berufsberatung.ch empfiehlt «möglichst» eine PDF-Datei, das BIZ Graubünden akzeptiert höchstens 3 Anhänge mit je 2 bis 3 MB. Befolge zuerst die Vorgabe im Inserat oder im Online-Formular.
Darf mich ein Arbeitgeber nach meiner Gesundheit fragen?
Nein, nicht in der Bewerbungsphase. Der EDÖB schreibt: «Der Arbeitgeber darf sich nicht selbst über die Gesundheit von Bewerberinnen oder Bewerbern erkundigen.»
Und nach dem Versand?
Notiere dir Datum, Firma und Ansprechperson jeder Bewerbung. So kannst du später nachfragen und, falls du Arbeitsbemühungen nachweisen musst, die Liste führen. Das Dossier bleibt dasselbe, nur Schreiben und Betreff ändern sich.
Wenn du dir den Brief für jede Stelle sparen willst, schreibt dir der Bewerbungsgenerator von Bewerbomat aus deinem echten Profil ein eigenes Anschreiben, ohne erfundene Fähigkeiten. Weitere Antworten rund um die Bewerbung in der Schweiz findest du im Wissen von Bewerbomat.
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Jetzt gratis startenQuellen
- berufsberatung.ch (SDBB): Bewerbungsdossier (2026)
- Kanton St. Gallen, Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung: Infoblatt «Bewerbungsdossier», Digitale Version (2025)
- Kanton Graubünden, BIZ Graubünden: Merkblatt «Das Bewerbungsdossier» (September 2025) (2025)
- berufsberatung.ch (SDBB): Lebenslauf erstellen (2026)
- arbeit.swiss (SECO): Tips on applying for jobs (2026)
- Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB): Datenbearbeitung durch Arbeitgeber (2026)
Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Beratung. Preise und Regeln können sich ändern; massgebend sind die Angaben der jeweiligen Anbieter und Behörden.


